Geschichte Holzbrücke Hasle-Rüegsau

Im Buch "Heimatkunde von Rüegsau", 1965, von Hans Würgler stehen folgende Informationen zur Holzbrücke (auszugsweise):

Wer nach Hasle wollte, benützte beim Schachen den Steg über die Emme. Fuhrleute fuhren bei niedrigem Wasserstand durch das Bachbett; mit schweren Lasten und bei ungünstigen Verhältnissen mussten sie über die Brücke bei Lützelflüh. 1755 "Auf demühtiges Anhalten des Bauchers zu Rüxauw, welchem verwichenen Mitwochen, da sein Knecht mit einem geladenen Fuder Garn durch die Emmen fahren wollte, Pferdt und Wagen, samt dessen ganzen Ladung, unglücklicherweise zu Grund und verlohren gegangen, dass Ihme bewilligt werden möchte, bey hiesiger Burgerschaft (Burgdorf) eine freywillige Steür zu bewerben...

Solche Vorkommnisse bewogen die Rüegsauer, 1763 den Bau einer eigenen Brücke an die Hand zu nehmen. Am 19. November 1763 teilte Bern mit, unter welchen Bedingungen die Brücke gebaut werden durfte. An den Bau der Brücke steuerten die Nachbargemeinden Geld und Holz bei: Total 459 Kronen, 24 Batzen und 1 Kreuzer. An Holz erhielt Rüegsau 12 Eichen, 38 Fuder Eichen, 43 Fuder Tannen und 56 Fuder Holz ohne nähere Angaben. Die Auslagen 1764 betrugen 1266 Kronen, 3 Batzen und 1 Kreuzer.

Bei der Wassergrösse 1837 riss die Emme die Brücke weg. Die neue Brücke wurde 1839 gebaut. Die Holzbrücke wurde 1955 abgebrochen und am jetzigen Standort Wintersei in 1957/1958 wieder aufgebaut. Der Abbruch 1955 und der Wiederaufbau 1957/1958 sind recht gut dokumentiert. Die untenstehenden Bilder stammen aus dem "Brückenbuch" von Hans Wittwer, Hasle-Rüegsau.

Die "Alte Holzbrücke" ist die längste Holzbogen-Spannbrücke Europas. Die technische Daten sprechen für sich:


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